Jede SmartFlower-Anlage betreibt auf ihrem Compute-Modul eine Steuerungssoftware, die kontinuierlich mit dem Cloud-Backend kommuniziert: Sie meldet Betriebs- und Leistungsdaten und empfängt Kommandos wie Firmware-Updates oder Konfigurationsänderungen. Diese Firmware ist über Jahre im Feldeinsatz gereift und läuft zuverlässig – gerade deshalb sollen Änderungen daran mit Bedacht und in kontrollierten Schritten erfolgen. Gleichzeitig soll das Cloud-Backend technologisch weiterentwickelt werden. Solange die Anlagen direkt mit der Cloud sprechen, müsste jede Backend-Änderung sorgfältig mit der gesamten Flotte abgestimmt werden.
Hier setzt die Middleware an: eine eigenständige Softwareschicht, die direkt auf dem Gerät zwischen Firmware und Cloud eingezogen wird. Die Firmware kommuniziert unverändert weiter, spricht aber nun mit der Middleware, und diese übernimmt die Verbindung zur Cloud. Der entscheidende Vorteil: Die bewährte Firmware bleibt vollständig unangetastet. Der Verkehr wird transparent auf die Middleware geleitet, die ihn erkennt und an das gewünschte Backend weiterreicht.
Das eröffnet neue Spielräume. Das Backend lässt sich weiterentwickeln oder umstellen, ohne die Firmware im Feld zu berühren. Wiederkehrende Aufgaben können zentral gebündelt werden – etwa das Verwalten der Zugangs-Token, das die Middleware der Firmware nun abnimmt. Der gesamte Datenverkehr läuft über eine Stelle, die sich überwachen, protokollieren und bei Bedarf gezielt steuern lässt. Und weil die Firmware unverändert bleibt, ist der Eingriff jederzeit reversibel.
Die erste Ausbaustufe – ein transparenter Durchstich – wurde bereits erfolgreich auf realer Hardware validiert. Schrittweise wandert nun weitere Logik in die Middleware, sodass sich das Backend behutsam und ohne Betriebsunterbrechung modernisieren lässt.
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